(Kleine) musikalische Atempause für die Seele an der Liebfrauenschule Coesfeld

(Kleine) musikalische Atempause für die Seele, Multiplikationswirkung für Schulen.

Einmal im Monat laden wir zu einer kleinen Atempause ein, als einer spirituellen Unterbrechung im Schulalltag, als einer neuen Form des Schulgebetes. Dazu wird neues geistliches Liedgut eingeübt, am Ende steht immer ein Segensgebet. Die Kirchenmusikerin Ruth Hölscher und die Schulseelsorgerin Klaudia Dederichs gestalten diese Atempause.

Da Beten für viele Jugendliche leicht etwas Angestaubtes ist und in ihrem Alltag kaum noch einen Ort hat, soll modernes geistliches Liedgut ein Türöffner zum Gebet sein. Im Singen und zugleich Beten durchdringen sich Glaube und konkretes Leben. In diesem Liedgut kommen ihre Träume, deren Scheitern und Gelingen zum Ausdruck. Das gemeinsame Singen als kreative Unterbrechung ist ritualisiert. Rituale helfen, Altes hinter sich zu lassen und Neuem offen entgegen zu gehen. Außerdem geben sie Sicherheit und Halt in einer haltlosen Zeit. Im abschließenden Segensgebet wird Wertschätzung und Anerkennung spürbar, eine Zusicherung von Schutz und Bewahrung.

Das Ritual als freiwilliges Angebot findet an jedem vierten Dienstag im Monat in der ersten Pause im Treppenhaus der Schule statt. Der Ort - mitten im Schulgebäude - ist wichtig, da wir so viele Schülerinnen, Schüler und Studierende erreichen können. Viele bleiben stehen und singen einfach mit. Durch die Akustik des Gebäudes erhält der Gesang einen besonderen Klang. Neben einem Einladungsplakat gibt es mehrere hinweisende Durchsagen. Die gesamte Schulgemeinschaft wird eingeladen. Nachdem die Pause eingeläutet ist, geht es los. Wir haben ein eigenes Liederheft mit modernem geistlichem Liedgut gestaltet. Es sind Lieder, die Menschen miteinander und mit Gott verbinden können. Sie überwinden Grenzen und öffnen Horizonte. Es wird immer auch ein neues Lied eingeübt.

Schülerinnen, Schüler und Studierende gaben zu der (kleinen) Atempause folgende Rückmeldungen:

* ein guter Ausgleich zum Unterricht
* mein Kopf wird frei
* die Lieder sprechen mich an
* erlebe viele Schüler und Schülerinnen aus anderen Klassen
* es entsteht ein Gemeinschaftsgefühl
* finde ich super
* macht mir Freude
* fühle mich getragen
* endlich Ruhe
* erlebe Lehrer noch mal anders
* wenn ich nicht mitsinge, fehlt mir etwas....
* gibt mir Kraft
* Die Lieder wirken ansteckend...häufig ein Ohrwurm...

Die Teilnehmenden erleben ein Gemeinschaftsgefühl. Auch wenn das mehr oder weniger abhanden gekommen ist, was man gängig unter Glauben und Glaubenspraxis versteht, wird hier Raum gegeben, den durchaus vorhandenen Sehnsüchten Ausdruck zu geben und Erfahrungen von Transzendenz zu ermöglichen. Die Texte laden zum Mitsingen ein. Musik geht über reine Texte hinaus, sie hilft dazu, die eigenen Emotionen zu verdichten (Bedürfnisse, Ängste, Hoffnungen...) und ein Gespür für sich selbst zu entwickeln. Sie regt dazu an, Alltagserfahrungen in Beziehung zu Gott setzen, Kraft und Sinn für die Bewältigung des Alltags zu gewinnen, Geborgenheit zu erfahren, Hoffnung zu stärken. Dazu braucht es eine Nähe zu den Schülern, zu dem, was sie bewegt. Die zeitgemäße Sprache der Liedtexte und das gemeinsame Singen können sich für das ganze Leben einprägen und neue geistliche Erfahrungen ermöglichen.

Das Projekt wird finanziell durch die Katholische Schulstiftung im Bistum Münster unterstützt.

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